REISE

 

Entwicklung eines risikobasierten Entscheidungshilfesystems zur
Identifikation von Schutzmaßnahmen bei extremen Hochwasserereignissen (REISE)
– Teilprojekt Soziologie –

Projektleitung: Prof. Dr. Paul Hill

Projektmitarbeiter: Dr. Manfred F. Romich; Dr. Oliver Arránz Becker; Dipl.- Math. Andrea Altepost; Verbundprojekt im Rahmenkonzept RIMAX des BMBF

Förderungszeitraum: Juli 2006 bis Juni 2009

Förderungssumme (des Teilprojektes Soziologie): ca. 160.000 Euro

Psychosoziale Schäden nach Hochwasserereignissen

Nach extremen Hochwasserereignissen sind fast immer deutliche Beeinträchtigungen der Betroffenen im psychischen und sozialen Bereich festzustellen, die von der Gefährdung sozialer Bindungen bis hin zu anhaltenden Depressionen reichen können. Diese Art von Belastungen ist bisher im Entscheidungsprozess über Hochwasserschutzmaßnahmen noch nicht angemessen berücksichtigt worden. Um psychosoziale Schäden in ein multikriterielles Entscheidungshilfesystem integrieren zu können, ist jedoch zunächst eine Quantifizierung dieser Schäden erforderlich. Dies kann über eine Vulnerabilitätsanalyse geleistet werden, in die individuelle und sozial-räumliche Parameter eingehen.

Vulnerabilitätsanalyse

Im Fall des Versagens von Schutzmaßnahmen richtet sich das Ausmaß an erwarteten psychosozialen Schäden zum einen nach den Vorsorgemaßnahmen, die seitens der entscheidungsbefugten Stellen innerhalb vorgegebener Strukturen geplant und umgesetzt worden sind; zum anderen spielt neben der freiwilligen individuellen Vorsorge vor allem die Vulnerabilität der Bewohner in einem räumlich abgegrenzten Gebiet eine wichtige Rolle, die u.a. durch psychosoziale Merkmale wie Alter und Geschlecht determiniert wird.

Empirische Untersuchung

Eine empirische Untersuchung potentiell Betroffener sowie eine Analyse der Entscheidungsstrukturen sollen zur Entwicklung von Risiko- und Vulnerabilitätseinschätzungen beitragen, die zur Optimierung von Maßnahmenentscheidungen führen sollen.

 

Externe Links

  • RIMAX

    BMBF-Förderaktivität "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse"