SESKI

 

Studie zur Ehequalität unter Berücksichtigung der Sozial- und Familienstruktur, des Konfliktpotentials und des Interaktionsverhaltens (SESKI)

Projektleitung: Prof. Dr. Paul. B. Hill

Projektmitarbeiter: Dr. Oliver Arránz Becker; Dr. Kirsten Rüssmann; Daniel Lois

Projektförderung: DFG

Förderungszeitraum: 01. April 2001 bis 28. Februar 2005 (inklusive Verlängerung)

Förderungssumme: 333.000 Euro

Kurzzusammenfassung

Im Rahmen des Forschungsprojekts SESKI und seiner Verlängerung sollen die Auswirkungen des Interaktionsverhaltens auf die Beziehungsqualität und –stabilität unter Berücksichtigung von sozial- und familienstrukturellen Merkmalen untersucht werden. Die Beziehungsqualität und -stabilität gelten als zentrale Moderatorvariablen, die für eine Vielzahl von Prozessen und Entscheidungen wie z.B. Fertilität und Arbeitsteilung von großer Bedeutung sind und damit zentrale familiensoziologische Fragestellungen betreffen. Ausgangspunkt der Untersuchung bildete die aus der Austauschtheorie abgeleitete Annahme, dass sozial- und familienstrukturelle Merkmale die Beziehungsqualität (und im Anschluss daran die Beziehungsstabilität) über das Konfliktpotential, welches sich aus der Anzahl und der Bedeutsamkeit von Konflikten zusammensetzt, beeinflussen. Dieser Einfluss erfolgt jedoch nicht direkt, sondern hängt entscheidend vom Interaktionsverhalten in Konflikten ab. Grundlage für die Entwicklung eines Erklärungsmodells zu Determinanten der Beziehungsqualität und -stabilität bildeten die Bindungs- sowie die Verhaltenstheorie, aus denen für den Beziehungserfolg relevante Merkmale des Interaktionsverhaltens abgeleitet wurden. Zu Beginn des Projekts wurde ein Instrument zur Erfassung von Variablen der Sozial- und Familienstruktur, des Konfliktpotentials, des Interaktionsverhaltens sowie der Beziehungsqualität und -stabilität entwickelt in zwei Pretests validiert. Mit diesem wurden Daten von 2041 Personen, die zum Befragungszeitpunkt in einer festen Partnerschaft lebten, erhoben. Im Anschluss daran erfolgte beziehungsweise erfolgt eine Überprüfung der aufgestellten Forschungshypothesen mittels uni- und multivariater Analysemethoden.

Publikationen

  • Arránz Becker, O. & Rüssmann, K. (2003). Kinder in jungen Familien - Konfliktquelle oder Beziehungskitt? In A. Habisch, H.-L. Schmidt & M. Bayer (Hrsg.), Familienforschung interdisziplinär. Eichstätter Symposium zu Familienwissenschaften (S. 185-202). Grafschaft: Vektor-Verlag.
  • Arránz Becker, O., Rüssmann, K. & Hill, P.B. (2005). Wahrnehmung und Bewältigung von Konflikten und die Stabilität von Partnerschaften. Zeitschrift für Familienforschung, 17(3), 251-278.
  • Hill, P.B. (Hrsg.) (2004). Interaktion und Kommunikation. Eine empirische Studie zu Alltagsinteraktionen, Konflikten und Zufriedenheit in Partnerschaften. Würzburg: Ergon.
  • Rüssmann, K., Arránz Becker, O. & Hill, P.B. (2005). Sozialstruktur, Interaktionsverhalten, Konflikte und Partnerschaftszufriedenheit. In F.W. Busch & R. Nave-Herz (Hrsg.), Familie und Gesellschaft. Beiträge zur Familienforschung (S. 77-110). Oldenburg: Bibliotheks- und Informationssystem der Universität Oldenburg.
  • Rüssmann, K. (2006). Sozialstruktur und Konflikte in Partnerschaften. Eine empirische Studie zur Auswirkung von sozial- und familienstrukturellen Merkmalen auf partnerschaftliche Konflikte. Hamburg: Verlag Dr. Kovac.