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Tagung "Schrift ohne Herrschaft. Herrschaftsverhinderung, Herrschaftsbestreitung und Herrschaftsumgehung im Medium der Literalität" im Februar 2020 - Call for Papers

Die Erfindung der Schrift, sagt Claude Lévi-Strauss in den „Traurigen Tropen“, scheine „die Ausbeutung der Menschen zu begünstigen, lange bevor sie ihren Geist erleuchtet“. Der „erste und stets wichtigste Zweck“ der Schrift, schreibt der Soziologe Michael Mann in seiner „Geschichte der Macht“, habe immer darin bestanden, „die beiden sich herausbildenden und ineinander verschmelzenden Autoritätssysteme in Gestalt von Privateigentum und Staat zu stabilisieren und zu institutionalisieren". Diese Diskursposition ist für die Hauptlinie kulturgeschichtlichen Denkens geradezu eine Selbstverständlichkeit. Schriftkultur führt aus dem Zustand der „Geschichtslosigkeit“ heraus, und die Geschichtswissenschaft löst die Ethnologie als zuständige Disziplin ab.

Mit diesen und weiteren Fragen wird sich eine epochenübergreifende Tagung beschäftigen, die vom 6. bis zum 8. Februar 2020 in Aachen unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Freitag (Lehrstuhl für Alte Geschichte) und PD Dr. Rüdiger Haude (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte) stattfinden wird.

Die Veranstalter rufen Interessierte herzlich dazu auf, Ideen und Vorschläge für einen maximal 45-minütigen Beitrag einzusenden. Bitte schicken Sie Ihre Vorschläge mit Titel und einer kurzen Inhaltsangabe (1-2 Seiten) bis zum 31. Juli 2019 an Herrn Haude (ruediger.haude@rwth-aachen.de)

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter:
https://www.hsozkult.de/event/id/termine-39303