Person

Heike Krüger

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Heike Krüger
Lehr- und Forschungsgebiet Methoden der empirischen Sozialforschung

Adresse

Seit Mitte November bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehr- und Forschungsgebiet Methoden der empirischen Sozialforschung bei Prof. Thomas Grund. Mein methodischer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von netzwerkanalytischen Methoden und Intensive Longitudinal Models zur Analyse von Paneldaten. Dabei interessiert mich vor allem die quantitative Analyse der Co-Dependenzen zwischen sozialen Beziehungen und mentaler Gesundheit. Erfahrungen in der praktischen Durchführung von Datenerhebungsprojekten habe ich im Rahmen einer Panelbefragung im Schulkontext (Socialbond) gesammelt und dabei auch selbst Netzwerkdaten mit erhoben.

Kontakt

WorkPhone
Telefon: +49 241 80 97771

Sprechstunde

nach Vereinbarung
 

Akademischer Werdegang

RWTH Aachen University, Germany
Lehr- und Forschungsgebiet für Methoden und Techniken der empirischen Sozialforschung, Prof. Dr. Thomas Grund

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Seit 11/2022-heute

Universität zu Köln, Germany
Lehrstuhl für Soziologie I,
Prof. Dr. Clemens Kroneberg

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

10/2018-03/2019
04/2021-heute

Universität zu Köln, Germany
Lehrstuhl für Soziologie I,
Prof. Dr. Clemens Kroneberg

Projektmitarbeiterin im Socialbond-Projekt

04/2019-03/2021

 

Universitärer Werdegang

Universität zu Köln (Köln)
Promotionsstudium Sozialwissenschaften

- Schwerpunkte:
Mediensoziologie, Quantitative Methoden, Netzwerkanalyse

- Thesis: "Mental health and social relationships in adolescents and young adults"

10/2019-heute

Universität zu Köln (Köln)
Sociology & Social Research - Master of Sience

- Schwerpunkte:
Jugendsoziologie, Familiensoziologie, Quantitative Methoden,
Netzwerkanalyse

- Thesis: "Big Five and Perceived Social Support. A Social Network Analysis of Reciprocal Caustation using RSiena"

10/2016-09/2019

Universität zu Köln (Köln)
Sozialwissenschaften-Bachelor of Science

- Schwerpunkte:
Soziologie, Sozialpsychologie, Quantitative Methoden

- Thesis: "Elterliche Erziehungsstile und die Selbstkontrolle von Jugendlichen: eine emprische Analyse"

04/2013-09/2016

 

Publikationen & Working Paper

Publikationen

Wittek, M., Lenkewitz, S., Wingen, A., Lämmermann, K., Krüger, H., Tarnowski, A. (2022). Welche kontextuellen Faktoren beeinflussen interethnische Beziehungen in der Schule? Eine explorative Netzwerkanalyse. In: Kruse, H., Teltemann, J. (eds) Differenz im Raum. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-35009-3_9

Krueger, H., Grund, T. (forthcoming). Dual perspectives in social support relationships.

Krueger, H., Krause, R. (forthcoming). Co-Development of Group Integration, Loneliness, and Mental Health within the School Context.

Krueger, H. (forthcoming). Everyday discrimination, co-ethnic social support and mood changes in young adult immigrants in Germany – Evidence from an ecological momentary assessment study.

Krueger, H., Kruse, H., Kroneberg, C. (forthcoming). Mode of contact with friends and mood changes in German adolescents during the COVID-19 pandemic – An ecological momentary assessment study.

 

Mögliche Themen für Abschlussarbeiten

Psychische Gesundheit und Wahrnehmung von sozialen Beziehungen

Entwicklung von Persönlichkeitsmerkmalen und sozialen Netzwerken in der Adoleszenz

Negative Bindungen und Einsamkeit

 

1. Psychische Gesundheit und Wahrnehmung von sozialen Beziehungen

Wie zuverlässig ist die Erinnerung an soziale Beziehungen? Ein Symptom vieler psychischer Erkrankungen ist die verzerrte Wahrnehmung sozialer Beziehungen, die die Aufrechterhaltung eben dieser Beziehungen gefährden kann. Während der Einfluss auf das unmittelbare soziale Umfeld gut untersucht ist, bleibt unklar, inwieweit auch die soziale Struktur des erweiterten sozialen Umfelds verzerrt wahrgenommen werden kann. In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie sich die psychische Gesundheit auf Unterschiede in der Wahrnehmung sozialer Beziehungen zu anderen Personen auswirkt. Die Arbeit kann in Form einer systematischen Überprüfung oder eines Forschungsdesigns durchgeführt werden.

 

2. Entwicklung von Persönlichkeitsmerkmalen und sozialen Netzwerken in der Adoleszenz

In der Persönlichkeitsforschung wird häufig die Bedeutung genetischer Prädispositionen und der damit verbundenen genetisch bedingten Reifung hervorgehoben, und die Persönlichkeitsmerkmale werden als im Laufe der Zeit weitgehend stabil angesehen. Empirische Längsschnittuntersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass sich die Persönlichkeit über den gesamten Lebensverlauf hinweg verändert. Insbesondere für das Jugend- und frühe Erwachsenenalter weisen empirische Befunde auf das Auftreten von Reifungsprozessen hin und darauf, dass einige Merkmale tendenziell abnehmen und andere zunehmen. Diese Befunde machen es umso wichtiger zu untersuchen, welche Faktoren Veränderungen in den Persönlichkeitsmerkmalen auslösen. In der Adoleszenz ist der soziale Einfluss von Gleichaltrigen von besonderer Bedeutung. Außerdem ist zu erwarten, dass positive oder negative Sanktionen als Reaktion auf die Ausprägung der aktuellen Persönlichkeitseigenschaften für die weitere Entwicklung von Bedeutung sind. Persönlichkeitsmerkmale beeinflussen auch die sozialen Beziehungen des Einzelnen und wie diese wahrgenommen werden. Je nach Persönlichkeitsmerkmalen können Individuen unterschiedlich auf dieselben Stimuli reagieren. Personen mit einem hohen Maß an Extraversion neigen beispielsweise dazu, dieselbe soziale Interaktion als angenehmer zu empfinden, was auf ihr größeres Maß an Kontaktfreudigkeit zurückzuführen ist. Schüchternes und zurückhaltendes Verhalten kann zu einer geringeren Anzahl von sozialen Kontakten führen. In der Dissertation soll die Kodependenz zwischen Persönlichkeitsmerkmal(en) und sozialen Beziehungen in der Adoleszenz untersucht werden. Sie kann in Form einer empirischen Arbeit oder einer systematischen Übersichtsarbeit erstellt werden.

 

3. Negative Bindungen und Einsamkeit

Einsamkeit stellt in der westlichen Welt eine akute und weit verbreitete Bedrohung für die körperliche und geistige Gesundheit dar. Soziale Isolation und Einsamkeit erhöhen das Risiko für Frühsterblichkeit, koronare Herzkrankheiten und Demenz sowie psychische Erkrankungen. Soziale Isolation bezieht sich auf die tatsächlichen und objektiven Merkmale einer sozialen Situation. Symptomatisch für soziale Isolation ist das Fehlen sozialer Beziehungen und die fehlende Einbettung in eine Gemeinschaft. Einsamkeit ist jedoch das persönliche Erleben einer sozialen Situation, das von dem objektiven Merkmal abweichen kann. Die Definition von sozialer Isolation konzentriert sich häufig auf das Fehlen von sozialen Beziehungen. Ein zusätzliches Risiko liegt im Auftreten von minderwertigen Beziehungen oder negativen sozialen Interaktionen. Im Rahmen Ihrer Abschlussarbeit haben Sie die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen negativen sozialen Netzwerken und Einsamkeit empirisch zu untersuchen oder einen systematischen Review zu erstellen.