1-Fach Master Geschichtswissenschaft - Geschichte als Wissenskultur

 

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Steckbrief zum Studiengang

 

Allgemeines

Das Historische Institut der RWTH Aachen bietet ab dem Wintersemester 2014/2015 einen Masterstudiengang „Geschichtswissenschaft – Geschichte als Wissenskultur“ an, der sich explizit auf einen der wichtigsten methodischen Zugänge zum Fach Geschichte konzentriert, nämlich auf das „Wissen in der Geschichte“.

Im Zentrum steht also die Geschichte der historischen Genese von Wissenskulturen. Gefragt wird nicht nur nach den Inhalten und den beteiligten Personen, sondern auch nach den Institutionen, Vermittlungsverfahren und Anwendungsformen. Besondere Beachtung finden die gesellschaftlichen Kontexte und Folgen gelehrten und wissenschaftlichen Wissens.

Die Studierenden lernen diese verschiedenen Wissenskulturen kennen und setzen sich mit sehr unterschiedlichen Formen der Produktion von Wissen und des Umgangs mit Wissen auseinander. Der Studiengang besteht aus zwei Arten von Modulen, den „speziellen“ und den „allgemeinen“. Bei den „speziellen“ Modulen geht es darum, wie Wissen erschlossen und vermittelt wird und wie diese Prozesse reflektiert werden. In den „allgemeinen“ Modulen werden exemplarisch weitere Forschungswelten des Faches erschlossen. Ziel ist es, auf der Grundlage weiterführender Erkenntnisse den Umgang mit Wissen und Denken in unterschiedlichen historischen Epochen zu erlangen.

Zugangsvoraussetzung

Die Immatrikulation setzt einen erfolgreich abgeschlossenen grundständigen Bachelorstudiengang in der Geschichtswissenschaft voraus oder einen Bachelorabschluss in einem gesellschaftswissenschaftlichen Studiengang mit ausreichenden geschichtswissenschaftlichen Anteilen und einer Bachelorarbeit, die eine geschichtswissenschaftliche und thematische Methodik aufweist. Vor der Aufnahme des Masterstudiengangs wird dringend die Aneignung von Sprachkenntnissen im Lateinischen und Englischen sowie in einer weiteren modernen Fremdsprache empfohlen.

Regelstudienzeit und Studienvolumen

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester einschließlich Masterarbeit. In den ersten drei Semestern werden insgesamt sechs Module absolviert: drei „spezielle“, auf die Wissenskultur konzentrierte Module und drei „allgemeine“ Module, in denen die drei Epochen Alte, Mittlere und Neuere/Neueste Geschichte kontextualisiert werden. In jeder der drei Epochen muss ein „allgemeines“ Modul belegt werden, die Reihenfolge ist jedoch frei wählbar. Die Abfolge der „speziellen“ Module hingegen ist festgelegt. Im ersten bis dritten Semester soll jeweils sowohl ein spezielles als auch ein allgemeines Modul absolviert werden. Im vierten Semester unterstützt der Besuch des Kolloquiums „Schreibwerkstatt“ die Abfassung der Masterarbeit. In jedem Semester werden in der Regel 30 CP erzielt, insgesamt werden 120 CP erreicht. Wenn bereits 75 CP erworben wurden, kann die Masterarbeit angemeldet werden. Zu beachten ist, dass die allgemeinen Module in jedem Semester angeboten werden, die speziellen nur in jedem zweiten Semester.

Das Studium kann in jedem Semester aufgenommen werden. Dringend empfohlen wird aus organisatorischen Gründen jedoch ein Studienbeginn im Wintersemester.

Prüfungen

Insgesamt sind sieben Modulprüfungen vorgesehen. Jedes der sechs Module wird mit einer Modulprüfung abgeschlossen, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil besteht. Die siebte Modulprüfung umfasst die Masterarbeit (30 CP).

Hier finden Sie die aktuelle Prüfungsordnung.

Auslandsaufenthalte

Das Erasmus-Programm des Historischen Institutes bietet die Möglichkeit, andere Wissenskulturen auch aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Unsere europäischen Partneruniversitäten sind:

Université de Liège (Belgien), Université Nancy 2 (Frankreich), Aristoteleio Panepistimio Thessalonikis (Griechenland), University of Nottingham (Großbritannien), Università degli studi di Milano, Università degli studi di Perugia, Università degli studi di Siena (Italien), Universitatea din Bucuresti, Universitatea „Dunarea de Jos“ din Galati (Rumänien), Universitat de València (Spanien), Univerzita Karlowa Praze (Tschechien).

Berufsperspektiven

Nach erfolgreichem Studienabschluss ermöglichen die erlangten Kompetenzen und Fertigkeiten einen Einstieg in ganz unterschiedliche Berufsbereiche.

Zum einen kann eine Weiterqualifizierung durch die Promotion im Fach Geschichte angestrebt werden. Zum anderen ist der direkte Berufseinstieg in verschiedenen Berufssektoren und -organisationen möglich. So beispielsweise im Bereich Medien, in der Öffentlichkeitsarbeit, in Kultur- und Wissenschaftsorganisationen, in Parteien und Verbänden, in der Dokumentation oder in Museen.

Kontakt: Prof. Dr. Christine Roll

Flyer

Die vorliegenden Information kompakt gebündelt als Flyer